Vom Hofbräuhaus zum Oktoberfest

Der Bestseller im Online Bier Tasting.

Der Name BierUndMünchen ist nicht zufällig gewählt. Diese beiden Namen waren lange Zeit Synonyme. Die Geschichte Münchens wurde immer wieder vom Bier bestimmt.

In der Reihe "Bier Tasting Online" verkosten wir diese Geschichte. Allesamt Meilensteinbiere und besonderen Brauereien. Dazu gibt es immer etwas zum staunen oder schmunzeln aus der Welt der Biergeschichte. Dazu gibt es immer wieder mal ein historisches Bild, aber keine Angst, es wird keine Powerpoint-Schlacht.

Zur Geschichte:
München wurde im Jahr 1158 gegründet. Ursprünglich wohnten hier nur einige Mönche am Platz der heutigen St. Peters Kirche, gleich am Marienplatz. Daher kommt auch der Name: Apud Munichen - Dort wo die Mönche wohnen. Die Salzstraße führte vom Salzkammergut (Salzburg und Umgebung) nach München. Viele Steuereinnahmen kamen aus dem Salzhandel. Aber das blieb nur bis ins Mittelalter so. Sie werden schon ahnen, was dem Bier den Rang abgelaufen hat? Genau, die Einnahmen aus der Biersteuer. In der Spitzenzeit hatte München dann auch einige hundert Brauereien. Bei aber nur 10.000 Einwohnern.

Die Details zum generellen Ablauf finden Sie hier: Bier Tasting Online.


Der bekannteste Bierstil Münchens:

Den bekanntesten Bierstil aus München verkoste ich in der Regel nicht im Online Biertasting. Warum nicht? Weil ihn jeder kennt. Das ist der Exportschlager in der ganzen Welt und machte München in Deutschland und der Welt bekannt.

Münchner Hell, Bayrisches Hell, Helles

Klar, strohgelb, untergärig, mit dichtem Schaum ist es ein „süffiger“ Vertreter seiner Zunft. Das Helle gibt es in München erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und ist damit relativ jung. Mit seinem gefälligen Geschmack - nicht zu stark gehopft, also nicht sehr bitter, dazu ein wenig malzig  aber keinesfalls süß - avancierte es schnell zum beliebtesten Bier der Stadt und steht überall auf der Karte. Wer im Wirtshaus  „ein Bier“ bestellt, bekommt immer ein Helles serviert.Getrunken wird es aus einem klassischen Willibecher (konisch geformt mit dünner Glaswand) oder einem Glaskrug.

Zwickel bzw. Kellerbier sind die unfiltrierten Varianten des Hellen und schmecken etwas intensiver, da die nicht ausgefilterte Hefe und andere Stoffe mehr Geschmack mitbringen. Die bittereren Geschwister sind das Export und das Pils.

Früher der Star, heute noch gerne getrunken

Das Altbayrisch Dunkel wurde bis in die 1940ger Jahre hinein gerne in München getrunken. Es lag sogar vor dem "Münchner Hell" welches bereits im Jahr 1894 "geboren" wurde. Dennoch konnte sich das Helle nicht sofort durchsetzen.

Das Dunkle manchmal auch Export Dunkel (dann etwas mehr Alkohol oder etwas würziger) liegt mit einer wunderbaren Farbe zwischen Rehbraun bis Mahagoni im Glas. Röstige Noten von Kaffee und Schokolade liegen in der Nase. Der Antrunk und das Mundgefühl ist röstig - vollmundig, spritzig. Die Bitterkeit kommt meistens als Malzbittere erst, wenn das Bier bereits den Mund verlassen hat.

Das Bier eignet sich hervorragend als Begleiter zu Speisen, die etwas deftiger sind wie z.B. der Schweinsbraten, die Ente mit Knödeln oder allem, mit einer Dunkelbiersauce.